Mittwoch, 31. Mai 2023
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  • 43 Einsätze für die Lehrter Feuerwehren nach Unwetter über Lehrte

  • Aligser Kinderfeuerwehr erhält eigenen Wimpel

  • Sohn rettet seinen Vater aus brennendem Haus

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Einsatzübung in der Aligser Dorfstraße

Am 02.09.2022 haben wir um 19:08 Uhr einen Einsatz in der Aligser Dorfstraße erhalten. Es war eine Rauchentwicklung aus einem Gebäude gemeldet. Mit Sondersignal fuhren wir zur gemeldeten Adresse. Vor Ort zeigte sich eine Rauchentwicklung im Erdgeschoss aus der Haustür und im ersten Obergeschoss aus einem gekippten Fenster. Auf dem Hof warteten zwei Kinder und ein Nachbar.

Atemschutztrupp

Während der Erkundung stellte sich heraus, dass zwei Personen im Wohnhaus vermisst werden. Unter umluftunabhängigem Atemschutz ging ein Trupp zur Menschenrettung im Erdgeschoss vor. Des Weiteren wurde eine Wasserversorgung aufgebaut, die Straße gesperrt, sowie die Verletztenversorgung durchgeführt. Zeitgleich mit den ersten Maßnahmen ist unser Zugpartner Steinwedel eingetroffen. Unser Gruppenführer wurde dann zum Zugführer und koordinierte den Einsatz.

Verletztenversorgung

Steinwedel hat den Auftrag erhalten, eine Menschenrettung aus dem ersten Obergeschoss durchzuführen. So schickte auch Steinwedel zwei Kameraden unter umluftunabhängigem Atemschutz in das Gebäude vor. Die zwei vorgehenden Trupps haben die Geschosse nach den Personen durchsucht. Im Erdgeschoss befand sich eine ansprechbare Person in einem der hinteren Zimmer und wurde über das Fenster gerettet. Im Obergeschoss lag eine nicht ansprechbare Person auf einem Sofa, welche über die Treppe ins Freie gebracht wurde.

Einsatzauftrag

Nachdem der Brand bekämpft und die Glutnester abgelöscht wurden, führten wir die taktische Ventilation mit Druckbelüfter und hydraulischer Ventilation durch. Bei diesem Einsatz handelte es sich um eine Einsatzübung für den 3. Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte und zu keinem Zeitpunkt war eine Person in Gefahr.

Großfeuer bei Abschleppunternehmen

... Einsatz zu einer gemeldeten Rauchentwicklung im Bereich Burchard-Retschy-Ring in Lehrte. Bei einem dortigem Abschleppunternehmen wurde von mehreren Anrufern eine Rauchentwicklung gemeldet.

Bereits auf Anfahrt der Einsatzkräfte konnte eine deutliche Rauchsäule wahrgenommen werden. Vor Ort eingetroffen fanden die Einsatzkräfte eine etwa 90 Meter lange Halle vor, aus der bereits aus den vorderen und hinteren Bereichen eine massive Rauchentwicklung wahrzunehmen war. Aus diesem Grunde wurde die Alarmstufe auf B3 erhöht, um weitere Kräfte anzufordern. Umgehend wurden einzelne Brandabschnitte gebildet und die Brandbekämpfung vom hinteren und vorderen Bereich sowie im Innenangriff eingeleitet. Das DRK übernahm unterdessen die Betreuung von etwa 20 Personen: Sie befanden sich in einem von Brandrauch bedrohtem Gebäude und wurden evakuiert.

Erste eingesetzte Trupps unter Atemschutz konnten im Rahmen des ersten Innenangriffs vermelden, dass sich in der Halle mehrere Autos, ein Bergekran und diverse Sattelauflieger befanden. Hiervon standen mit Eintreffen der Einsatzkräfte mehrere Autos und mindestens ein Sattelauflieger im Vollbrand. Beladen war der hauptsächlich betroffene Sattelauflieger unter anderem mit Elektrorollern. Auch waren in der Halle Gasflaschen und im hinteren Bereich einer gelagerter Kraftstofftank vorzufinden - unklar war zunächst ob dieser gefüllt ist. Da vom Hallendach aufgrund der Wärmebelastung kein sicherer Halt mehr auszugehen war, wurde der Innenangriff zunächst abgebrochen und der Außenangriff über die Drehleiter durch die Hallenfenster eingeleitet.

Parallel wurde die Berufsfeuerwehr Hannover mit einem Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) alarmiert. Bei dem LUF handelt es sich um fernsteuerbares Fahrzeug mit einem Kettenantrieb und einem Hochleistungslüfter. So kann mit dem Fahrzeug eine Be-/Entlüftung von Einsatzstellen und durch Zugabe von Wasser in den Luftstrom weiterhin eine erhebliche Kühlwirkung erzielt werden. Mittels LUF wurde die Temperatur in der Halle heruntergekühlt und über eine durch weitere Trupps unter schwerem Atemschutz geschaffene Abluftöffnung zusätzlich belüftet.

Die Komplexität bestand in den Akkus der verladenen Elektroroller; diese flammten immer wieder auf, aufgrund dessen Feuerwehrkräfte der Ortsfeuerwehr Steinwedel an der Einsatzstelle verblieben, um die Nachlöscharbeiten und eine Brandwache über die Nacht sicherzustellen. Gegen 5:30 Uhr wurde dann zur Ablösung der Steinwedeler Einsatzkräfte die Ortsfeuerwehr Arpke alarmiert, um weitere Nachlöscharbeiten sicher zu stellen.

Durch den ABC-Messtrupp der Ortsfeuerwehr Höver wurde die Belastung der Umluft gemessen. Zum Zeitpunkt der Messung bestand für die Bevölkerung keine Gefahr, auch ging keine Gefahr vom Löschwasser aus. Mit der feuerwehreigenen Drohne wurde das Hallendach abgeflogen, um das Risiko eines eventuellen Einsturzes beurteilen zu können.

Der Einsatz im Bereich Burchard-Retschy Ring dauerte bis in den Vormittag des Folgetages an. Stand der Veröffentlichung waren rund 131 Einsatzkräfte, darunter knapp 20 Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Gegenwärtig wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Insgesamt waren die Feuerwehren Lehrte, Ahlten, Steinwedel, Aligse, Röddensen, Kolshorn, Sievershausen, Immensen, Hämelerwald und Arpke, die Einsatzleitung vor Ort, die Berufsfeuerwehr Hannover, der Gerätewagen Messtechnik der Ortsfeuerwehr Höver, DRK, Polizei, der Kriminaldauerdienst, 1. Notarzteinsatzfahrzeug sowie zwei Rettungswagen im Einsatz.

Jahreshauptversammlung 2021

Feuerwehr stinksauer: Stadt bleibt Versammlung fern

Eine Welle der Entrüstung ging am gestrigen Sonnabend, 11. Juni 2022, durch die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Aligse. Kein einziger Vertreter von Stadtverwaltung oder Stadtrat war zu der Sitzung gekommen. "Ich bin hier nur Einwohner. Aber ihr seid sieben Tage die Woche für uns da. Was ihr tut, wird für die Stadt geleistet. Das ist kein Zeichen von Wertschätzung, wenn keiner von der Stadt da ist", urteilte ein Fördermitglied, was die Versammlung mit Zustimmung quittierte.

Als Ortsbrandmeister Alf-Eric Wischnat dann noch auf die undichten Fenster im Feuerwehrhaus zu sprechen kam, was seinen Angaben zufolge schon seit Jahren bei der Stadtverwaltung bekannt ist, brachte das Fass dann zum Überlaufen. "Wir hoffen, dass das nicht mit geringer Wertschätzung zu tun hat", so der Ortsbrandmeister. Zumal er befürchte, dass das Gebäude im Laufe der Zeit Schaden nehmen könnte, der irgendwann so groß ist, dass er nicht mehr repariert werden kann. "Wir wollen schon an unserem Standort bleiben", betonte er noch einmal vor der Versammlung.

Auf Nachfrage des AltkreisBlitz erklärt dazu Lehrtes Bürgermeister Frank Prüße: "Das Ganze ist gestern sehr unglücklich gelaufen. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Das ist nicht der Normalzustand. Ich kann mich hierfür nur entschuldigen und werde dieses auch gegenüber dem Ortsbrandmeister morgen früh gleich auch zum Ausdruck bringen. Was defekte Fensterdichtungen angeht, werde ich dieses morgen im Haus hinterfragen. Und wenn möglich sofort erledigen lassen." Den Eindruck, dass die Feuerwehr von der Stadt im Stich gelassen werde, "kann ich nur vehement zurückweisen", so Prüße. "Die Feuerwehren stehen bei uns ganz oben", betont er.

"Alle zehn Ortsfeuerwehren sind wichtig", unterstrich auch Stadtbrandmeister Hendrik Voges. Zu erkennen sei dieses auch bei der Ortsfeuerwehr Aligse, deren Einsätze in der Überzahl vor allem nach Lehrte gehen. Der 3. Zug, der gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Steinwedel gebildet wird, unterstützt tagsüber bei Alarmierungen in der Kernstadt. "Und die Kameraden dort sind glücklich, Euch zu haben", so der Stadtbrandmeister.

Auch Ortsbürgermeister Frank Seger, neben Ortsrats- und Stadtratsmitglied Martin Schiweck einzige politische Vertreter, hob den Wert der Ortsfeuerwehr hervor. Er selbst habe sich bei einem Einsatz bei sich zu Hause, als eine Blautanne aufs Haus zu fallen drohte, von der "hochprofessionellen Arbeit" überzeugen können. "Es sind aber nicht nur die Einsätze. Mit dem sozialen Engagement werden die Jugend und Dorfgemeinschaft belebt und befeuert", so Frank Seger, der eigens für die Versammlung den 94. Geburtstag seines Vaters kurz verlasen hatte, um den Dank des Ortsrates "für das umfassende Engagement" zu übermitteln.

36 Einsätze zählte die Ortsfeuerwehr in 2021, im Jahre 2020 waren es 25 Einsätze. Rund 4500 Dienststunden leistete die Ortsfeuerwehr im vergangenen Jahr. Neben den 22 aktiven Mitgliedern zählt die Ortsfeuerwehr zwei Fachberaterinnen, einen Taucher, sowie elf Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 17 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr. "Zunächst hatten wir Angst, dass uns durch die Corona-Pandemie die Kinder und Jugendlichen verlassen. Doch das war unberechtigt. Wir hatten in der Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr sogar noch Zuwachs", freut sich Alf-Eric Wischnat. Viele kleinere Aktionen hätten dazu beigetragen, dass der Kontakt zum Feuerwehrnachwuchs nicht abriss. So wurden zu Weihnachten kleine Geschenke zu den Kindern und Jugendlichen gebracht oder aber Bastelanleitungen verschickt, woraufhin die Betreuer viele bunte Bilder von den Werken sammelten.

Dass die Kinderfeuerwehr, die Feuerspatzen, die in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag feiern, so erfolgreich sind, ist zu großen Stücken auch der Erfolg der Fachberaterinnen Rabea Warmbold und Bianka Wischnat, die durch die Stadtkinderfeuerwehrwartin Melanie Janisch das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr verliehen bekamen.

Für 70-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurde Lothar Pitruschinski mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Für 40-jährige aktive Mitgliedschaft wurde Hans-Heinrich Bank und für 25-jährige aktive Mitgliedschaft Kai Warmbold ausgezeichnet.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Justin Wischnat und Andre Braun ernannt. Den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann erhielt Patrick Könecke und den Dienstgrad Hauptfeuerwehrfrau erhielt Jil Isensee. Zum Ersten Hauptlöschmeister wurde Maximilian Wilzewski ernannt.

Die silberne Ehrennadel der Stadt Lehrte wurde an Henning Wilhelm und Dieter Wilzewski verliehen.

Eine besondere Aufmerksamkeit bekam auch der Stadtbrandmeister a.D. Jörg Posenauer, der mit Geschenken von der Ortsfeuerwehr aus seinem Amt verabschiedet wurde.

Orientierungsmarsch 2022

Am Samstag den 23.04.2022 fand nach 2 Jahren Zwangspause der Orientierungsmarsch der Jugendfeuerwehr in Hämelerwald statt. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr Steinwedel haben wir eine Gruppe gebildet. Vielen Dank dafür auch nochmal an dieser Stelle.

Es waren 89 Kinder und 27 Ausbilder aus acht Gruppen am Start und haben den Marsch auf der rund sechs Kilometer langen Strecke zurückgelegt. Auf der Strecke waren acht Stationen verteilt, an denen das feuerwehrtechnische Wissen mit verschiedenen Aufgaben auf die Probe gestellt wurde.

Anschließend war etwas warten angesagt und um 15 Uhr war die Siegerehrung. Wir haben dort zusammen in der Gruppe Aligse/Steinwedel und der Jugendfeuerwehr Ahlten den 2. Platz belegt.

Vielen Dank an die Jugend- & Freiwillige Feuerwehr Hämelerwald für den schönen, abwechslungsreichen Tag.

Wichtiger Hinweis:

Auf dieser Internetseite wird ausführlich (also auch mit Bildmaterial) über Einsatzgeschehen berichtet. Bilder werden erst gemacht, wenn das Einsatzgeschehen dies zulässt! Es werden keine Bilder von Verletzten oder Toten gemacht oder hier veröffentlicht! Sollten Sie Einwände gegen die hier veröffentlichten Fotos oder Berichte haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an den Webmaster.