Mittwoch, 16. Oktober 2019
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"JA ZUR FEUERWEHR": Lehrter Feuerwehr unterstützt Filmaufnahmen

Am vergangenen Freitag, 26. Juli 2019, hatten die vier Ortsfeuerwehren Aligse, Kolshorn, Steinwedel und Röddensen einen besonderen "Einsatz" zu absolvieren. Als Brandsicherheitswache und auch als Statisten waren sie in einem Filmprojekt des Landes Niedersachsen eingebunden.

Die lange anhaltende Trockenheit und die in jüngerer Zeit verstärkt vorkommenden Feld-, Wald- und Flächenbrände haben Brandrat Martin Voß, Leiter des Amtes für Brand und Katastrophenschutz Hannover, im Rahmen der Imagekampagne "JA ZUR FEUERWEHR" den Anstoß dazu gegeben, einen Film über die Brandgefahren in den Sommermonaten zu drehen.

Am vergangenen Freitag trafen sich die Kameradinnen und Kameraden pünktlich um 16:30 Uhr mit Martin Voß, Jan-Frerk Mandel und Jara Lieske von TVN an der Kolshorner Feuerwache. Dort wurden nach einer kurzen Einweisung auch gleich die ersten Szenen gedreht - unter anderem dass glühende Kohle nach dem Grillen nicht einfach in die Natur geschüttet werden darf, dass der Funkenflug aus einem der immer beliebter werdenden Feuerkörbe durchaus einen Brand entfachen kann und dass Unkraut bei diesem Wetter möglichst nicht mit einem Brenner vernichten werden sollte. Da für diese Szenen echtes Feuer eingesetzt wurde, stellten die Feuerwehrleute den Brandschutz sicher und löschten unmittelbar nach dem Dreh die Flammen.

Etwas aufwändiger gestaltete sich anschließend der Dreh zum Vorgehen der Feuerwehr bei einem Flächenbrand auf einem Stoppelfeld. Auch wenn die Einsatzkräfte es nur mit einem simulierten Brand zu tun hatten, erfolgte die Anfahrt, das Aufstellen der Fahrzeuge sowie die Demonstration des Löschens wie bei einem realen Einsatz. Hierbei zeigte sich unter anderem auch der Vorteil, dass in der heutigen Zeit alle Ortsfeuerwehren in Lehrte mittlerweile über Fahrzeuge mit Wassertank verfügen und somit sofort mit der Brandbekämpfung beginnen können. Dadurch können gegebenenfalls im Ernstfall auch Brände noch während ihrer Entstehungsphase gelöscht oder zumindest eingedämmt werden.

Im Anschluss an die Simulation folgte noch ein Interview mit Martin Voß über die Brandgefahren bei den vorherrschenden Wetterbedingungen.

Der Film ist auf der Facebook-Seite "JA ZUR FEUERWEHR" (Opens external link in new windowwww.facebook.com/JazurFeuerwehr) sowie auf YouTube unter "Gefahr von Wald und Flächenbrände im Sommer" zu sehen (Opens external link in new windowwww.youtube.com/watch?v=4kgVMRZjx-0).

 

Für die Dreharbeiten waren die Ortsfeuerwehren Aligse, Kolshorn, Röddensen und Steinwedel mit fünf Fahrzeugen und 30 Kameradinnen und Kameraden im "Einsatz".

 

Gas brennt: 120 Einsatzkräfte üben am Sülterberg

Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des THW haben am Freitagnachmittag am Sülterberg eine ungewöhnliche Übung hinter sich gebracht. Auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke am Ortsrand trainierten sie, einen Gasbrand unter Kontrolle zu kriegen. Dabei schlugen die Flammen mitunter meterhoch in die Luft.

Es ist für Feuerwehrleute nicht ohne Weiteres möglich, unter realistischen Bedingungen zu üben. Und normalerweise wird zu diesem Zweck kein echtes Feuer entflammt. Auf dem Gelände der Stadtwerke am Sülterberg ist das mittlerweile alle drei Jahre anders. "Wir machen das regelmäßig freiwillig und laden dazu alle Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet, das THW und auch Vertreter großer Lehrter Firmen ein", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Eberth.

Rund 120 Einsatzkräfte aus allen Lehrter Ortsteilen waren am Freitagnachmittag der Einladung gefolgt. In drei betonierten Gruben ließen Mitarbeiter der Stadtwerke Gas aus unterschiedlich starken Rohren und mit einem Druck von bis zu 0,8 bar entströmen und zündeten es dann aus sicherer Entfernung an. Danach waren die Feuerwehrleute gefordert, die unter Schutzkleidung, die kurzzeitig bis zu 1200 Grad Hitze vertragen kann, sowie mit hochmodernen Löschrohren ans Werk gingen. 

"Gasbrände sind speziell", sagt Eberth: "Früher waren sie mit Wasser gar nicht zu löschen. Es mussten Schaumlöscher eingesetzt werden." Seit mehreren Jahren verfügen die Lehrter Einsatzkräfte jedoch über die sogenannten Hohlstrahlrohre. "Damit können wir gezielt und breit gefächert unterschiedliche große Wassermengen einsetzen", sagt Oberbrandmeister Silvio Fraterrigo. Das sei etwa bei einem Hausbrand wichtig, um den Schaden durch das Löschwasser gering zu halten. Bei einem Gasbrand könne man die Flamme durch gezielte Dosierung und einen besonders breiten Strahl quasi "einfangen und runterdrücken", wie es Fraterrigo ausdrückt.

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