Sonntag, 25. August 2019
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  • 43 Einsätze für die Lehrter Feuerwehren nach Unwetter über Lehrte

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Jahreshauptversammlung für das Jahr 2018

Die Zukunft der Lehrter Feuerwehrhäuser ist auch in Aligse ein Thema

Rund 60 Gäste waren der Einladung von Ortsbrandmeister Alf-Eric Wischnat zur Jahreshauptversammlung gefolgt, darunter neben dem Lehrter Bürgermeister auch der stellvertretende Ortsbürgermeister Martin Schiweck, der stellvertretende Stadtbrandmeister Norbert Zilz, die stellvertretende Brandschutzabschnittsleiterin Regina Lehnert sowie weitere Vertreter aus der Stadtfeuerwehr Lehrte. Die Abordnung aus der Partnerfeuerwehr Wolmirsleben ließ sich aufgrund der Witterung entschuldigen.

Aus 23 Einsatzkräften, darunter zwei Frauen bestehe die Ortsfeuerwehr Aligse derzeit, berichtete der Ortsbrandmeister. Hinzu kommen zwei Fachberater in der Kinderfeuerwehr, ein Taucher, fünf Mitglieder in der Altersabteilung, fünf Jugendfeuerwehrmitglieder und sechs Kinderfeuerwehrmitglieder. Zu 42 Einsätzen (2017: 57) wurde die Ortsfeuerwehr gerufen. Drei Kleinbrände, 14 technische Hilfeleistungen und ein Fehlalarm waren im Ort zu verzeichnen. Die Ortsfeuerwehr Aligse, die mit der Ortsfeuerwehr Steinwedel den 3. Zug der Stadtfeuerwehr Lehrte bildet, war aber auch überörtliche im Einsatz. So rückte die Ortsfeuerwehr zu 21 nachbarschaftlichen Löschhilfen und einer nachbarschaftlichen Hilfeleistung aus. Zudem wurden zwei Brandsicherheitswachen gestellt.

Die Einsätze brachten erneut viele unterschiedliche Herausforderungen mit sich: Sturmschäden, Verkehrsunfälle, kleine Brände, eine Ölspur und auch viele Einsätze im Lehrter Stadtgebiet waren zu verzeichnen.

Im vergangenen Juli wurde mit Maximilian Wilzewski ein neuer stellvertretender Ortsbrandmeister gewählt, da der bisherige Inhaber Rolf Ehlers sein Amt zur Verfügung stellte. Zum großen Bedauern der Ortsfeuerwehr verstarb Rolf Ehlers im Oktober vergangenen Jahres.

Neben dem Übungs- und Einsatzdienst nahm die Ortsfeuerwehr auch wieder am gesellschaftlichen Leben im Ort teil. Die im Jahr zuvor ausgefallene Lasershow zum Laternenumzug lockte viele Besucher und war ein großer Erfolg, so Alf-Eric Wischnat. Die Feldmark wurde zusammen mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr gereinigt, die Ortsfeuerwehr nahm am Volkstrauertag und Weihnachtsmarkt teil.

Natürlich war auch das Feuerwehrgerätehaus ein Thema: "Es muss was getan werden", so der Ortsbrandmeister, der allerdings optimistisch nach vorne schaue.

Dank für die geleistete Arbeit sprach nicht nur Lehrtes Bürgermeister aus, sondern auch der stellvertretende Ortsbürgermeister wie auch der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Wolfgang Nordmann. "Es freut mich, wie maßgeblich ihr das Dorfleben unterstützt", betonte Martin Schiweck. Der Schützenchef sprach besonders seinen Dank für die Begleitung des Schützenfestes aus, aber auch für das viele ehrenamtliche Engagement im Ort.

Eine besondere Ehrung konnte die stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiterin Regina Lehnert vornehmen: Für seine langjährige Tätigkeit, vor allem in der Tauchergruppe wie auch als Lehrtaucher, ehrte sie Helmut Engelke mit der Ehrennadel des Feuerwehrverbandes Region Hannover. Er erhielt zusammen mit Alf-Eric Wischnat noch eine zweite Auszeichung. Beide sind seit 40 Jahren aktiv in der Feuerwehr und wurden daher mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.

Neue Dienstgrade verlieh der stellvertretende Stadtbrandmeister Norbert Zilz. Er ernannte Justin-Alessandro Wischnat und Andre Braun zu Feuerwehrmännern. Gleich vier Mitglieder wurde der Dienstgrad eines Löschmeisters verliehen: Jens Warmbold, Jens Hinrichs, Kai Warmbold und Maximilian Wilzewski wurden die Ernennungsurkunden und Dienstgradabzeichen überreicht.

Am Ende erbat Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk noch einmal das Wort, um einige Dinge klarzustellen. Beim Schlusspunkt "Verschiedenes" der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Aligse am gestrigen Sonnabend, 2. Februar 2019, in der Grundschule äußerte ein Mitglied seine Bedenken über die Zukunft der Feuerwehrhäuser wie aber auch der Feuerwehren Lehrtes im Allgemeinen. Er befürchte "technokratische statt sozialgesellschaftlichen" Entscheidungen, die das Wesen der Feuerwehr als wichtiger Bestandteil des Ortes in Frage stellen würden. Punkte, die der Bürgermeister auszuräumen versuchte. "Natürlich geht es darum, dass die Feuerwehren primär für den Brandschutz da sind, aber auch fest zu den Orten gehören", betonte er. Die Befürchtung, dass in Zukunft - bei fast allen Lehrter Feuerwehrhäusern stehen Investitionen in Form von Umbauten, Anbauten oder vielleicht auch Neubauten an - die Feuerwehrhäuser aufgrund von rein dem Brandschutz unterliegenden Vorschriften gebaut oder gar Feuerwehrhäuser zusammengelegt werden, konnte der Bürgermeister ausräumen. "Wir brauchen alle zehn Ortsfeuerwehren", so Sidortschuk. Und auch solle kein Neubau auf der grünen Wiese am Rande des Ortes oder gar zwischen zwei Orten errichtet werden, sondern die Feuerwehren Bestandteil des Ortes bleiben. Wichtig sei ihm in diesem Zusammenhang, dass neben dem Brandschutz die Feuerwehrhäuser auch ein Ort seien, wo sich die Mitglieder gerne aufhalten: "Das Ehrenamt muss sich wohlfühlen", unterstrich Sidortschuk. Hinsichtlich der beiden neu einzustellenden hauptamtlichen Gerätewarte bezog er ebenfalls Stellung: "Wir werden hier keine Berufsfeuerwehr einrichten", so Sidortschuk. Die hauptamtlichen Gerätewarte seien Mitarbeiter der Stadt Lehrte und zeitgleich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. "Sie werden aufgrund ihrer Anstellung auch keinen Stern mehr auf der Schulter haben", betonte er. Gerade im Hinblick auf die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte setzt die Stadt Lehrte darauf, dass die hauptamtlichen Gerätewarte bei Einsätzen unterstützen, hierbei aber nicht anders gestellt seien, als andere Einsatzkräfte.

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