| Bombenräumung |
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| Geschrieben von MARKTSPIEGEL | |
| Mittwoch, 6. Januar 2010 | |
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LEHRTE (r/dik/kl). Am vergangenen Sonntag wurde ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich unschädlich gemacht. Dieser war bei Auswertungen von Luftbildern der alliierten Streitkräfte durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen entdeckt worden. Die Entschärfung der 150 kg schweren amerikanischen Fliegerbombe konnte auf Grund eines deformierten Zünders nicht vor Ort erfolgen. Der Blindgänger musste auf einen eigens dafür vorbereiteten Sprengplatz nach Ahlten verbracht werden. Dort wurde sie um 14:26 Uhr gesprengt. Der vermeintlich zweite Blindgänger hatte sich zuvor als Abwurfbehälter für Streubomben entpuppt. Weil keine Sprengkörper mehr gefunden wurden, konnte er problemlos entsorgt werden. Vorangegangen war die bislang größte Evakuierungsmaßnahme in der Geschichte der Stadt Lehrte. Neben zahlreichen öffentlichen Einrichtungen wie Sportanlagen und Hallenbad, der Feuerwache oder dem Bahnhof mussten auch das Klinikum Lehrte mit noch rund 60 Patienten vollständig evakuiert werden. Der Bahnverkehr durch Lehrte wurde für längere Zeit unterbrochen. Auch zahlreiche Durchgangsstraßen waren gesperrt. 330 Personen nutzten die im Gebäude der Hauptschule im Schulzentrum Lehrte-Süd eingerichtete Sammelstelle sowie den Buspendelverkehr dorthin und wurden vor Ort vom DRK mit Getränken und warmen Mahlzeiten versorgt. Insgesamt waren über 400 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK und Stadt im Einsatz. Auch in Zukunft wird Lehrte von Bombenentschärfungen nicht verschont bleiben. Die andauernden Sondierungsarbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben bereits weitere positive Verdachtspunkte im westlichen Bereich Lehrtes zu Tage gebracht, so dass vermutlich noch in diesem Jahr eine weitere Bombenräumung auf die Lehrter Bevölkerung zukommen wird. |
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